Harprecht Wolfgang - Wolfgang Harprecht

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Der gebürtige Essener studierte nach dem in Goslar abgelegten Abitur von 1950 bis 1955 an der Technischen Hochschule Braunschweig und der TU Berlin Elektrotechnik. Nach der Diplomprüfung war er zunächst im Dynamowerk von Siemens, Berlin, tätig und trat 1956 in den Dienst der Deutschen Bundesbahn. 1958 legte er die Zweite Staatsprüfung für den höheren technischen Verwaltungsdienst ab und war danach in verschiedenen Positionen tätig. Seine wissenschaftliche Ausbildung ergänzte Harprecht in den Jahren 1960 bis 1962 durch ein betriebswirtschaftliches Studium an der Universität München. Mehrere Tätigkeiten als Berater bei ausländischen Bahnverwaltungen unterbrachen seine erfolgreiche Tätigkeit bei der Deutschen Bundesbahn. 1973 wurde er Leiter der Zentralen Bahnstromversorgung und drei Jahre später Referent in der Bahnbauzentrale.

Seit 1980 war der Eisenbahningenieur in der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbahn in Frankfurt am Main zunächst als Referent und anschließend als Leiter der Hauptabteilung Elektrotechnik für elektrotechnische Anlagen sowie für den Bau, den Einsatz und die Instandhaltung der elektrischen Triebfahrzeuge zuständig. Außerdem wirkte Harprecht in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien mit. Besonders hervorzuheben ist u. a. sein langjähriges Engagement im Fachwissenschaftlichen Beirat des DMG-Organs „ZEV+DET Glasers Annalen”.

Nach dem Ausscheiden 1993 aus dem aktiven Dienst bei der DB übernahm Harprecht bis 1997 Consultingtätigkeiten für die seinerzeitige AEG Bahnfahrwegsysteme GmbH und die einschlägige deutsche Industrie für verschiedene Projekte des Ministeriums für Eisenbahnwesen der Volksrepublik China. 1997 setzte Harprecht bei der Gesellschaft für Organisation, Planung und Ausbildung GmbH seine Beratungstätigkeit fort.

Der DMG gehört Harprecht seit 1953 an, von 1956 bis 1993 war er Mitglied des Gesamtvorstandes (Schatzmeister von 1969 bis 1971, Geschäftsführer von 1971 bis 1979). 1959 wurde er im Rahmen des Beuth-Wettbewerbs mit dem Beuth-Preis und der Beuth-Medaille ausgezeichnet. 1989 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. 1997 wurde ihm von der DMG für seine großen Verdienste bei der Einführung der Drehstromantriebstechnik und der Fortentwicklung des 16 2/3-Hz-Bahnstromsystems die Beuth-Ehrenmedaille verliehen.