Denninghoff Paul - Paul Denninghoff

Denninghoff

Denninghoff war Geheimer und Ober-Regierungsrat und langjähriges Mitglied des Patentamtes. Seine Verdienste liegen auf den Fachgebieten Schnellbahn und Luftfahrt. Nach Gründung der Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen GmbH leitete Denninghoff in Gemeinschaft mit dem Geheimen Baurat Lochner die von 1901 bis 1903 unternommenen Versuchsfahrten, die anfänglich wegen verschiedener Störungen unterbrochen wurden. Bei späteren Versuchsfahrten zwischen Marienfelde – Zossen wurden im Oktober 1903 Geschwindigkeiten über 210 km/h erreicht. 1904 setzte Denninghoff die Versuche mit verschiedenen Wagenmodellen bei der Studiengesellschaft fort, um die Luftwiderstände der Wagen zu ergründen. In Glasers Annalen veröffentlichte er einen „Rückblick auf die Versuchsfahrten mit 200 km Geschwindigkeit 1901 bis 1903” (1935). Nach Liquidation der Studiengesellschaft trat er in das Patentamt ein, wo er sich bis zu seiner Pensionierung hauptsächlich auf dem Gebiet der Luftfahrt betätigte.

Ab 1906 war Denninghoff Mitarbeiter im Redaktionsstab und von 1922 bis 1938 Schriftleiter von Glasers Annalen. Er trat 1900 dem Verein bei und war von 1908 bis 1915 Mitglied des Vorstandes. Nach dem Tode von Ludwig Glaser übernahm er 1916 das Doppelamt als Schriftführer und Säckelmeister bis 1930.

1929 erfolgte seine Ernennung zum Ehrenmitglied.