Stambke Moritz - Moritz Stambke

Stambke

Der in Klein Lübers (Bezirk Magdeburg) Geborene wurde 1853 Maschinenmeister bei der Bergisch-Märkischen Eisenbahn (BME) und leitete von 1863 bis 1873 die Werkstätte Witten als Obermaschinenmeister. 1874 wurde Stambke als Direktionsmitglied der BME in Elberfeld zum Eisenbahndirektor ernannt. Unter den Maschineningenieuren war er der Erste, der 1881 in das Königlich Preußische Ministerium der öffentlichen Arbeiten als Vortragender Rat berufen wurde. Bis 1895 war er für die Eisenbahnmaschinentechnik verantwortlich, wobei er durch die Einführung der „Normalien” bekannt geworden ist. In Glasers Annalen 1895-I, S. 86, berichtet er unter dem Titel über „Die geschichtliche Entwicklung der Normalien für die Betriebsmittel der preußischen Staatsbahnen in den Jahren 1871 bis 1895”. Als Geheimer Oberbaurat trat er 1895 in den Ruhestand. Er war der erste Chef des Prämierungsausschusses (heute Beuth-Ausschuss), Gründungsmitglied, von 1890 bis 1902 im Vorstand und seit 1900 Ehrenmitglied.