Schmelzer Karl - Karl Schmelzer

Als Sohn des Kesselrevisors Schmelzer in Saarbrücken geboren, absolvierte er dort das Gymnasium und in der Eisenbahn-Hauptwerkstätte seine praktische Tätigkeit. Nach dem Maschinenbaustudium an der Technischen Hochschule Aachen begann er bei der Eisenbahn-Direktion Saarbrücken die Ausbildung als Regierungsbauführer, die ihn nach der 2. Staatsprüfung als Regierungsbaumeister einberief.

Seit 1905 war Schmelzer bei der Eisenbahn-Direktion Berlin unter Garbe tätig und wirkte auch als Schriftführer des Lokomotivausschusses. Eine vierjährige Beurlaubung führte ihn nach China, wo er unter Julius Dorpmüller am Bahnbau Tientsin – Pukow beschäftigt war. Seine „Mitteilungen über die Tientsin—Pukow-Bahn”, die er 1911 in Glasers Annalen veröffentlichte, geben Zeugnis über seine Tätigkeit in China. Anfang 1914 wurde er Vorstand des Werkstättenamts Berlin 1b, das er 1919 nach der Rückkehr aus dem Militär-Eisenbahndienst wieder übernahm. Schmelzer wurde 1920 Mitglied der Eisenbahn-Direktion Berlin, wo er – als Oberregierungsbaurat – das Dezernat für maschinelle Bahnanlagen bis zu seiner Pensionierung innehatte. Über seine Fachtätigkeit veröffentlichte er in Glasers Annalen mehrere Beiträge, unter anderem „Über die Bedeutung stetiger Betriebsüberwachung für die Wirtschaftlichkeit elektrischer Schiebebühnen- und Drehscheiben-Antriebe” (1926), „Schotterwagen mit Selbstentladung” (1927), „Der neue Lokomotivschuppen auf dem Verschiebebahnhof Tempelhof” (1932) und „Zur Entwicklung der Brückenwaage” (1940).

Seit 1906 Mitglied des Vereins, übernahm Schmelzer 1908 den Vorsitz des Geselligkeitsvereins und 1938 die Schriftleitung von „Glasers Annalen”, die er bis 1950 erfolgreich führte. Ehrenmitglied seit 1943.