Metzeltin Erich - Erich Metzeltin

Metzeltin

Das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, das Studium des Maschinenbaus an der Technischen Hochschule Charlottenburg und die Ausbildung als Regierungsbauführer – alles absolvierte Metzeltin in seiner Heimatstadt Berlin. Als Regierungsbaumeister war er in den Bezirken Essen und Saarbrücken tätig, als ihn sein Schicksalsjahr 1900 nach Hannover führte, wo er als Abnahmebeamter mit der Hanomag zu tun hatte. Bei ihr trat er 1901 als Oberingenieur ein und leitete 23 Jahre lang den Lokomotivbau. Ehrungen, wie der Titel Königlicher Baurat und die Würde des Dr.-Ing. E. h., verliehen von der Technischen Hochschule Hannover, fallen in diese Zeit. Seit 1924 im Aufsichtsrat der Hanomag, widmete er sich ganz dem von ihm 1918 gegründeten Lokomotiv-Normen-Ausschuss.

Auf technisch-literarischem Gebiet, insbesondere für den Lokomotivbau, war er bis zuletzt rege tätig. In der Sammlung Göschen erschien 1933 seine Broschüre über „Die Lokomotiven mit Antrieb durch Dampf, Druckluft und Verbrennungsmotoren”. Im Fachschrifttum stammen zahlreiche Beiträge von ihm, in Glasers Annalen unter anderem über „Lokomotivbau und Lokomotivindustrie in Frankreich” (1918), „Die G 91-Lokomotive der Deutschen Reichsbahn” (1924), „Indische Schmalspurlokomotiven” (1926), „Zur Geschichte der Brennstaubfeuerung bei Lokomotiven” (1928), „Garratt-Schnellzuglokomotiven für die Südafrikanischen Eisenbahnen” (1928), „Gelenklokomotive Bauart Franco” (1933), „Lokomotivbetrieb vor hundert Jahren” (1937), „Die Transsaharabahn” (1937) und „Erinnerungen an die Anfänge der Braunschweigischen Eisenbahn” (1938).

Metzeltin trat 1907 dem Verein bei und wurde 1941 zum Ehrenmitglied ernannt.