Fischer Karl - Karl Fischer

Fischer

In Russisch-Polen geboren, studierte Fischer nach absolviertem Gymnasium in Beuthen Berg- und Hüttenkunde in Leoben und Berlin. Nach seiner Tätigkeit bei Hüttenwerken Oberschlesiens und Westdeutschlands machte er den Ersten Weltkrieg als Offizier an allen Fronten mit. Von 1918 bis 1921 war er Abteilungsleiter im Reichsschatzministerium, danach vertrat er die Siegener Eisenindustrie im Konzern der Vereinigten Stahlwerke. Dem Wissenschaftlichen Ausschuss der „Hütte” gehörte Fischer als Mitarbeiter an. Die Technische Universität Berlin ernannte ihn zum Ehrensenator.

Zur Deutschen Maschinentechnischen Gesellschaft kam er 1929 und wurde 1944 zum 1. Vorsitzenden gewählt, der er bis 1957 blieb. In dieser Zeit gelang es ihm, durch geschickte Verhandlungspolitik mit dazu beizutragen, dass die Gesellschaft nicht nur erhalten blieb, sondern auch selbständig weiterarbeiten konnte. Nach 1945 erwarb er sich große Verdienste um die Wiederbelebung der Gesellschaft. Zusammen mit der Vereinigung der Regierungsbauführer „Motor” führte er die Ausschreibung der Beuth-Aufgabe und die Verleihung des Beuth-Preises wieder ein. 1958 setzte ein Autounfall seiner erfolgreichen Vorstandstätigkeit ein jähes Ende. Ehrenmitglied seit 1956.