Grahl Gustav de - Gustav de Grahl

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De Grahl war Baurat und Mitglied der Akademie des Bauwesens. Seine Ingenieurtätigkeit wurde durch Verleihung des Dr.-Ing. E. h. gewürdigt. De Grahl ist Erfinder des Pilgerschritt-Kalibers, mit dem es erst möglich wurde, dünnwandige nahtlose Rohre zu walzen (1891). Er war auch der erste, der die Schmidt’schen Heißdampf-Motoren in Aschersleben auf ihre Wirtschaftlichkeit untersuchte. Als Ingenieur des Dampfkessel-Überwachungs-Vereins hat de Grahl die ersten Versuche mit Kohlenstaubfeuerung gemacht. Sein 1911 herausgegebenes Erstlingswerk „Wirtschaftlichkeit der Zentralheizung” war ein Sammelwerk von Forschungsarbeiten, deren Ergebnisse jenen der Technischen Hochschule Berlin widersprachen und de Grahl in einen langwierigen Prozess verwickelten, aus dem er in allen Instanzen als Sieger hervorging. Das in mehreren Auflagen 1915 erschienene 2. Werk „Wirtschaftliche Verwertung der Brennstoffe” warnte vor der Verschwendung unserer Kohlenvorräte. Sein 1927 veröffentlichtes 3. Werk betraf die „Verwertung von Abfall und Überschuss-Energie”.

De Grahl war Mitarbeiter vieler technischer Zeitschriften, so auch von Glasers Annalen, in denen er unter anderem Aufsätze über „Richtlinien für die Verbrennung minderwertiger Brennstoffe” (1922), „Zur Frage der Brennstaubfeuerung für Lokomotiven” (1923), „Betrachtungen über Heizungsanlagen bei Zugrundelegung verschiedener Energieformen” (1927) und „Zur Treibstoff-Frage” (1936) veröffentlichte. 1931 erschien im Verlag von Glasers Annalen sein Werk „50 Jahre Deutsche Maschinentechnische Gesellschaft 1881 bis 1931”.

Dem Verein gehörte de Grahl seit 1907 an. Er wurde 1916 in den Vorstand gewählt, wo er von 1921 bis 1924 als 1. Vorsitzender wirkte. Ehrenmitglied seit 1930.