Wichert Carl - Carl Wichert

Wichert

Der gebürtige Königsberger trat 1872 als Maschinenmeister in den preußischen Staatsdienst. Bei der Königlichen Eisenbahn-Direktion (KED) Bromberg leitete er das maschinentechnische Büro. Bereits 1875 wurde er in das Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten als Hilfsarbeiter berufen. Beim Betriebsamt der Berliner Stadt- und Ringbahn war er an ihrer Inbetriebnahme beteiligt, ehe er 1883 Mitglied der KED Berlin wurde.

Wichert wurde bekannt durch seine Reibungsversuche an Rädern, Schienen und Bremsklötzen sowie durch Versuche mit Luftdruckbremsen. Seit 1889 arbeitete wieder im Ministerium – seit 1894 als Geheimer Baurat, wo er ab 1904 als Leiter der maschinentechnischen Abteilung bis weit über das Pensionsalter hinaus wirkte. Er erwarb sich große Verdienste um den Ausbau des deutschen Eisenbahnmaschinenwesens. Zu seinem 70. Geburtstag wurde von der Norddeutschen Wagenbau-Vereinigung mit 20.000 Mark der Grundstock für die Wichert-Stiftung gelegt.

Anlässlich der 25-Jahr-Feier des Vereins im Jahr 1906 wurde Wichert in Anerkennung seiner Verdienste von der Technischen Hochschule Berlin die Würde eines Dr.-Ing. E. h. verliehen. Wichert war Gründungsmitglied und seit 1889 Mitglied des Vorstandes. Von 1899 bis 1920 bekleidete er das Amt des 1. Vorsitzenden, 1912 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.