Müller Carl - Carl Müller

Aus Saalfeld stammend, kam Müller zur Königlichen Ostbahn und wurde 1877 Maschinenmeister. Nach kurzer Beurlaubung zu den Rumänischen Staatsbahnen (CFR) leitete er die Werkstätten in Berlin Revaler Straße und in Wittenberge. Nach fünfjähriger Tätigkeit im Lokomotivbeschaffungsdezernat der Königlichen Eisenbahn-Direktion Berlin war er dann im Ministerium für das Maschinenwesen zuständig. Durch Unterstützung von Robert Hermann Garbe (einer der großen Pioniere des Dampflokomotivbaues, siehe oben) erwarb sich Müller um die Einführung des Heißdampfes besondere Verdienste. Als Wirklicher Geheimer Oberbaurat und Dr.-Ing. E. h. schied er 1917 aus dem aktiven Dienst. Für das 1923 von Staatsminister Wirklichem Geheimen Rat Hoff, Staatssekretär Kumbier und Ministerialdirektor Dr.-Ing. E. h. Anger herausgegebene Werk „Das deutsche Eisenbahnwesen der Gegenwart” schrieb er den Abschnitt „Lokomotiven mit Zubehör”.
 
Müller war Gründungsmitglied und seit 1922 Ehrenmitglied.